Aufbau des Kontrabasses
Hier siehst du wie groß so ein Kontrabass ist
Der Kontrabass ist das tiefste und größte Streichinstrument und hat ein weites Einsatzgebiet vom modernen Sinfonieorchester über den Jazz bis hin zum ursprünglichen Rock ’n’ Roll.
Da der Kontrabass sowohl bauliche Eigenschaften der Violinen als auch der Gamben aufweist, herrscht Uneinigkeit über seine Familienzugehörigkeit. Für die Violinfamilie sprechen die F-förmigen Schalllöcher (F-Löcher), die Anzahl der Saiten, die Schnecke am Ende des Wirbelkastens und das bundlose Griffbrett, für die Gambenfamilie die meistens abfallenden Schultern. Es gibt Kontrabässe mit gewölbtem Geigenboden und flachem, oben abgeknickten Gambenboden. Italienische Modelle entsprechen stärker der Violinform.
Der heutige Kontrabass hatte zahlreiche Vorgänger mit unterschiedlichen Namen. Einer davon war der Violone, dessen Familienzugehörigkeit ebenso ungeklärt ist wie die des Kontrabasses, da auch dieser sowohl als "Bassvioline" (viersaitig, ohne Bünde, Violinform) wie auch als "Bassgambe" (fünf- oder sechssaitig, mit Bünden, Gambenform) existierte.
Geschichte des Kontrabasses
Das ist die Kontrabassgruppe aus unserem Orchester
In der Zeit der Wiener Klassik war der fünfsaitige Kontrabass in der so genannten Terz-Quart- oder Wiener Solostimmung‚ verbreitet. Zahlreiche Konzerte wurden für den so gestimmten Kontrabass geschrieben, unter anderem von Carl Ditters von Dittersdorf, Johann Matthias Sperger, Johann Baptist Vanhal. Auch Joseph Haydn schrieb ein Kontrabass-Konzert, welches heute aber verschollen ist.
Im 19. Jahrhundert gab es in französischen Orchestern auch vergrößerte Bauformen des Kontrabasses (bis zu 4 Meter hoch), die eine größere Klangfülle erzeugen sollten, die 3-saitigen Oktobässe. Um das Instrument zu spielen, musste der Musiker auf ein Podium steigen, mit dem das Instrument fest verbunden war. Die Griffe wurden unter Zuhilfenahme von angebrachten Hebeln und Pedalen, jedoch nicht mit den Fingern ausgeführt.
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