Aufbau der Oboe
Hier siehst du die Oboengruppe aus unserem Orchester
Oboen werden aus Grenadill-, Buchsbaum- oder Ebenholz gebaut, seltener sind Instrumente aus Rosenholz, Palisander, Cocobolo oder anderen exotischen Hartholzarten. Inzwischen gibt es auch recht erfolgreiche Versuche mit Kunststoff bzw. mit Kompostmaterialien wie Holzabfälle oder Kohlefasern.
Das Instrument hat eine konische Bohrung (Kopfteil kleiner als der Fuß des Instrumentes) Das Mundstück der Oboe,wird kurz „Rohr“ genannt (Das kannst du auch auf dem Bild erkennen). Das Holz dafür stammt aus Südfrankreich und Kalifornien, wo es auf eigens für diesen Zweck betriebenen Plantagen angebaut wird.
Oboenrohre sind sehr empfindlich, daher müssen sie sehr vorsichtig behandelt werden. Vor Gebrauch weicht der Oboist sein Rohr in Wasser ein, um damit spielen zu können. Da der Klang der Oboe stark von dem verwendeten „Rohrblatt“ abhängt, lassen sich die Oboisten dieses Rohrblatt mit viel Zeit und Sorgfalt von einem Instrumentenbauer herstellen.
Geschichte der Oboe
Die früheste Abbildung eines Oboenvorläufers stammt aus dem Jahre 3000 vor Christus. Schon während der Antike gab es Oboenähnliche Instrumente wie den griechischen Aulos oder die römische Tibia. Die Bibel erwähnt ein offenbar oboenartiges Instrument namens Chalil. Dieses wurde im Tempel eingesetzt und den Überlieferungen nach in ganz Jerusalem gehört. Die Psalmen fordern auf, Gott mit dem Chalil zu loben.
Im Mittelalter gab es verschiedene Formen von konischen Doppelrohrblatt-Instrumenten wie die Pommer oder die Schalmei. Aus letzterer entstand im 17.Jahrhundert durch Jean de Hotteterre die Oboe. Die Barockoboe hatte zunächst sieben Grifflöcher und zwei Klappen. Im Laufe der Zeit wurde sie von Holzblasinstrumentenbauern weiterentwickelt.
Im 18. Jahrhundert gab es die beiden Hauptformen (1) Oboe piccola (die heute gebräuchliche Form) für Sopran und Alt, (2) die Oboe bassa (Grand Hautbois),die etwas größere und tiefer klingende Oboe.
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